Letzte Aktualisierung am: 14.11.2014 Kontakt Impressum

Aufzuchtkübel


Im Jahr 2010 bin ich dann an eine kleine "Kinder-Gruppe" Emys orbicularis gekommen. Die Tiere sind Nachzuchten aus dem Jahr 2010 und vollbrachten auch direkt die erste Winterruhe bei uns. Die kleinen Schildkröten haben wir im Herbst abgeholt, so dass es dann bei uns nur noch in einen Übergangsrollwagen ging und von da aus direkt in den Kühlschrank zur Überwinterung. Viel wichtiger war nach der Einwinterung die Frage, wo ziehe ich die Tiere auf Teichgröße heran? Natürlich sollten die Drei möglichst lange draußen gehalten werden um die Haltung der Tiere so artgerecht und naturnahe wie möglich zu gestalten.
Nach ein paar Wochen überlegen und planen bin ich dann zu dem Entschluss gekommen, einfach einen Blumenkübel aus Holz zu kaufen und diesen dann einfach mit Teichfolie auszukleiden.
Die Vorteile liegen auf der Hand:

1. das dicke Holz speichert die Wärme ein wenig und lässt den Kübel nicht so schnell auskühlen.

2. mit kleinen Haken lässt sich ein Netz über den Kübel spannen´

3. ein Deckel lässt sich einfach auf den Kübel legen (Treibhauseffekt!)

4. der Kübel ist hoch genug um den Tieren das Ausbrechen quasi unmöglich zu machen

5. der Kübel sieht einfach nett und dekorativ aus (Das Netz lässt sich mit Sicherheit noch schöner anbringen)

Die Schildkröten sind Dank des tollen Frühlings 2011 schon sehr früh in den Kübel gewandert. Ein paar Tage verbrachten sie zur Beobachtung nochmal im altbekannten Übergangscontainer.
Der Wasserstand betrug zwischen 15-20 cm. Eine große Wurzel in der bildet den Mittelpunkt des Kübels auf dem sich die Tiere natürlich sehr oft sonnen. Ich nutzte seit geraumer Zeit nun aber auch schwimmende Korkinseln. Meist verteilen sich die Tiere auch auf den drei Sonneninseln.

Ich habe nur gute Erfahrungen mit dem Kübel gemacht. Man sollte nur aufpassen, dass man ab und zu doch mal ein wenig Wasser aus dem Kübel holt, wenn man ihn bei langen Regentage nicht abdeckt. Als Bepflanzung dienen Wasserpest und Wasserlinsen die unter den natürlichen Bedingungen schnell wachsen. Es hat jedoch eine Zeit gedauert, bis sich das biologische Gleichgewicht eingestellt hatte und man nicht mehr so viel Algen an Pflanzen, Wänden und Wurzeln vorgefunden hat. Hier hilft nur das Wasser anfänglich oft zu wechseln.

Fische lebten keine in dem Kübeln, jedoch siedelten sich Wasserschnecken und andere Insekten an. Ich möchte nicht wissen, was die Kleinen also alles schon nebenher verspeist hatten. Auf Technik jeglicher Art wurde verzichtet. Nun noch ein paar Bilder: