Letzte Aktualisierung am: 14.11.2014 Kontakt Impressum

Filterung

Die Filterung ist bei diesem Becken eines der wichtigsten Themen überhaupt, weil dieser auch zeitgleich für die Thermoregulation sorgen sollte.

Die Idee war folgende:

Der große Topf des Außenfilters wird in den Boden unter dem Aquarium eingegrageben.

Dort herrschen relativ gleichbleibende Temparaturen. Da nun der Filtertopf fast immer stabile Temperatur vorweist, wird er das Wasser aus dem Aquarium entweder erwärmen (vor allem nachts oder an kalten Tagen) oder abkühlen (vor allem bei heißen Tagen).

Das Problem der schnellen und starken Temperaturunterschiede sollte damit nun der Vergangenheit angehören.

Gefiltert wurde das Wasser mit einem XL Filter aus dem Hause Eheim, dem 2080. Dieser Filter hat das derzeit größte Filtervolumen für vernünftiges Geld und man kann den Wasserdurchfluss über einen Riegel drosseln. Gerade für den oben genannten Effekt von enormer Wichtigkeit! Aber natürlich brauchen wir Schildkrötenhalter erst Recht keine hohe Durchflussmenge, sondern einen langsam arbeitenden Biofilter.
Im Filter sind Tonröllchen und Lavagestein in verschiedenen Größen als Filtermaterial eingesetzt. Das Wasser wurde am einen Ende durch zwei Filterkörbe angesaugt und beim anderen Ende wieder durch einen Ausströmer in das Becken gepumpt.

Bevor das Wasser aber wieder ins Becken gepumpt wurde, werden weitere Schadstoffe im UV-C Klärer abgebaut. Der Klärer hat eine Leistung von 5 Watt und hält das Wachstum der Algen ein wenig in Grenzen.

Ein Bild des UV-C Klärers

Damit der Heizeffekt des eingegrabenen Filtertopfes nicht sofort verpufft, hatte ich die Schläuche einfach gegen Rohre getauscht. Dies bringt natürlich noch keinen Effekt. Jedoch sind die Rohre isoliert, so dass nur wenig Wärme bzw. Kälte verloren gehen sollte.

Die Resultate konnten sich wirklich sehen lassen. Im Aquarium kommt durch die Thermoregulation ca. 2 Grad wärmeres Wasser an, als dies ohne den Effekt des eingegrabenen Filters der Fall wäre. Damit hielt das Becken die Wärme natürlich auch länger. Nach verschiedenen Messungen sank die Wassertemperatur Nachts nicht unter 18 Grad ab, wenn die Lufttemperatur ca. 12 Grad beträgt. Die kleinen alten 80er Becken hätte ich bei solchen Temperaturen längst wieder heizen müssen. Der Effekt der Kühlung ist jedoch nicht so stark, wie der des erwärmens. Leider stiegen die Wassertemperaturen bei heißen Tagen immer noch über 30 Grad an.

Auch hier muss wieder der zweite große Biofilter erwähnt werden, der Bodengrund. Er arbeitet über die ganze Aquarienfläche und beheimatet nützliche Filterbakterien.

Überwacht werden die Temperaturen "unter Tage", "über Tage" und natürlich unter Wasser (die Temperaturen wurden gemessen, als der Filter noch nicht in Betrieb war).